Wäre es nicht nicht wundervoll, in deinem Zuhause einen Kraftort zu haben, an dem du so richtig Energie tanken kannst? An dem du augenblicklich entspannst und den Trubel und die Sorgen des Alltags einfach loslassen könntest?  Die meisten Menschen denken bei dem Gedanken an einen Kraftort an einen Spaziergang in der Natur, ein Wellnesshotel oder das Meer. Und das ist absolut richtig - sie alle schenken uns Energie und lassen uns Auftanken. Aber was draußen geht, geht auch drinnen – denn dein Wohnraum ist so viel mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Und Lieblingsplätze, um Kraft zu tanken, kannst du dir auch wunderbar in deinen eigenen Räumen gestalten. Einen Kraftort zu gestalten, der immer und an jedem Tag für dich da ist - das ist etwas, was du und dein Zuhause dir absolut wert sein sollten!   

Zu viel Trubel, zu wenig Platz?  
Du denkst, das funktioniert bei dir Zuhause nicht? Weil dir vielleicht der Platz fehlt, oder du zu viel Druck im Alltag empfindest? Ich sage dir, in jedem noch so kleinen Zuhause ist genug Platz für einen Kraftort. Und je stressiger dein Alltag ist, umso wichtiger ist es, dir einen solchen Ort einzurichten, an dem du an jedem einzelnen Tag tief durchatmen und zur Ruhe kommen kannst. 
Deine persönliche Energie-Tankstelle

Aber lass uns zunächst mal darüber sprechen, was ein Kraftplatz überhaupt ist. Ein Kraftplatz ist ein Ort, mit dem du besonders positive Energien verbindest. An dem du schnell entspannen kannst und der für dich zum Ruhepol im Alltag wird. Eine Kraftort ist wie dieses Erinnerungsstück aus dem wunderschönen Urlaub, das dir beim Anblick sofort ein wohliges Gefühl schenkt. Nur eben in groß. Du magst jetzt vielleicht denken, dass du so einen Platz bei dir Zuhause einfach nicht reinpasst? Welche Energie du einem Raum schenkst und wie du ihn gestaltest, kannst du jeden Tag neu definieren. Ändere deinen Blickwinkel, ändere die Gestaltung und die Dinge, die du an diesem Platz tust. Und ganz automatisch wird sich auch die Energie ändern, die du an diesem Platz spüren wirst.

Was tut dir gut?

Bevor wir auf die Suche nach deinem idealen Kraftplatz gehen, frage dich, wofür du ihn nutzen möchtest? Möchtest du regelmäßig lesen, meditieren, kreativ sein? 

Ich habe drei Kraftplätze Zuhause. Mein Wichtigster ist meine Yoga-Matte, die vor dem Schlafzimmerfenster liegt. Daneben greifbar ein Kissen und eine Kuscheldecke. Hier meditiere ich, mache aber auch Yoga und Gymnastik. Beides sind Dinge, dir mir für meinen Alltag viel Energie schenken und ich kann den gleichen Ort dafür nutzen. Wichtig ist mir hier, dass ich eine Türe schließen kann und für einige Minuten völlig ungestört bin. 

An meinem zweiten Kraftort lese ich gerne und genieße den Blick auf den Sonnenuntergang. Hier steht ein bequemer Sitzsack-Sessel, in den ich mich so richtig hinein kuscheln kann. Eine Kuscheldecke dazu - mehr brauche ich hier nicht. Es ist völlig ok für mich, dass der Sessel in einem offeneren Bereich steht. Hier brauche ich keine Türe.

Der Dritte ist mein Garten, der mir gemeinsam mit der frischen Luft unglaublich viel Entspannung schenkt. Hätte ich keinen Garten, wäre es sicher ein bequemer Sessel auf einem Balkon. 

Was tut dir gut? Was schenkt dir Energie? Wofür möchtest du deinen Kraftort nutzen?

Finde deinen Kraftort

Die meisten Plätze eignen sich dafür, dass du sie mit 2 unterschiedlichen Themen verbindest. Zum Beispiel Meditieren & Yoga oder Lesen & Musik hören. Du benötigst diesen Platz auch nicht die ganze Zeit. Meine Yoga-Matte fürs Meditieren z.B. lässt sich ganz easy zusammenrollen und klein verstauen. Ich kann an diesem Platz also genauso gut auch Wäsche zusammenlegen. Wichtig ist nur, dass du Ordnung an dem Platz hältst, das, was du sonst noch dort tust wegräumst und immer wieder den gleichen Platz für diesen Kraftort nutzt.

Ein Sessel z.B. kann verschiedene Funktionen haben. Wo tagsüber gespielt wird, kannst du ihn abends ganz für dich als Kraftort nutzen. Wie wäre es z.B., wenn du ihn dafür einfach anders stellst? Dreh ihn um, sodass er auf einmal einen anderen Blickwinkel hat als im Alltag. Dein Fenster hat nicht den Blick, der dich entspannt? Dann hänge dir an die Wand den Blick, den du gerne hättest. Willst du am liebsten auf Wasser, eine Blumenwiese oder den Sonnenuntergang schauen? Bestell dir ein gerahmtes Foto, das dir deinen Lieblingsblick schenkt.

Gehe mit offenen Augen durch dein Zuhause und überlege dir, welchen Platz du als Kraftort nutzen könntest.

Gestalte deinen Kraftort

Dein Kraftort soll absolut bequem sein. Weiche Textilien sind ein Muss. Ob nur ein Kissen, eine Kuscheldecke oder beides, vielleicht ein Teppich oder eine weiche Unterlage dazu. Es ist wichtig, dass du dich hier fallen lassen kannst. Was hast du Zuhause, was du für diesen Platz nutzen kannst?

Weniger ist mehr – was kannst du an deinem Kraftort wegräumen? Halte immer Ordnung an diesem Platz. Ordnung unterstützt deine innere Ruhe. 

Umgib dich mit Dingen, die du liebst. Stelle einige wenige Dinge an deinen Kraftort, die du liebst und/oder mit schönen Erinnerungen verbindest. Kerzen mit deinem Lieblingsduft, ein schönes Erinnerungsfoto oder die schöne Muschel, die dich an den wundervollen Strandurlaub erinnert – du weißt schon, damals, als die Sonne dich geküsst hat und der Wind dir wundervoll durch die Haare gestreichelt hat.

So nutzt du deinen Kraftort – good vibes only!

Hast du deinen Kraftort gefunden und gestaltet? Dann ist es Zeit, ihn mit schönen Momenten zu füllen. Denn genauso wie die Muschel, die dich sofort an den wunderschönen Strandspaziergang erinnert, ist es wichtig, dass du diesen Platz mit entspannten Erinnerungen füllst. Lege dein Smartphone weit weg. Diese Zeit gehört nur dir. Meditiere, genieße deinen Lieblingstee, lass dich von einem schönen Buch in eine andere Welt entführen. Schließe deine Augen, während du schöner Musik lauschst und in Gedanken deinen Träumen nachhängst. Setze dir ein Headset auf und lausche deinem Lieblingspodcast. Aber tu das über Bluetooth, damit du das Phone weit weglegen kannst und aufpoppende Nachrichten dich wirklich nicht stören. Dieser Platz gehört nun dir und deiner Erholung. 

Es fällt dir schwer, das Smartphone weg zu lassen und wirklich abzuschalten? Dann versuche diesen einfachen Trick: lege das Smartphone in Hörweite und stelle einen Timer. Beginne mit 5 Minuten. In dieser Zeit lässt du dich durch nichts unterbrechen. Du bleibst an deinem Kraftort und genießt das, für was du dich heute entschieden hast. Konzentriere dich auf nur eine Sache. Bis der Timer sich meldet. Und ehrlich - 5 Minuten schaffst du locker! Morgen machst du 10 Minuten daraus, dann 15 usw. Nutze diesen simplen Trick und dehne deine Entspannungszeit so aus, bis du ein gutes Zeitmaß für dich gefunden hast.

 


Geh den nächsten Schritt – mache deinen Kraftort zum Schutzraum

Das hier ist ein sehr persönlicher Tipp von mir. Die Idee kam meinem Partner und mir in einer Zeit, wo uns ein Thema sehr belastet hat. Wir haben nach einer Lösung gesucht, wie wir besser davon abschalten könnten. Entdeckt haben wir für uns die persönlichen Schutzräume. 

Was ist ein Schutzraum? Schutzräume sind Plätze in unserem Zuhause, die wir fest definiert haben. Hier sprechen wir nicht über Themen, die uns stark belasten. Alles Schwere, was uns momentan niederdrücken könnte, muss an diesen Plätzen draußen bleiben.  Haben wir ein Sorgenthema mit einem der Kinder, im Job oder etwas, was die Welt und uns gerade massiv beschäftigt – dann sprechen wir darüber in anderen Bereich des Hauses, beim Kochen, auf dem Sofa, am Esstisch. Aber nicht an unseren Kraft- und Entspannungsorten. Da haben solche Themen nichts zu suchen. Uns tut das unglaublich gut und hilft uns, richtig abzuschalten. Probiere es mal aus – ich kann es dir nur empfehlen. Und wenn du magst, dann schreib mir gerne, wie es dir damit geht.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Suchen und gestalten deines Kraftorts.

Deine

Corinna

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